CD-Release Concert, 3 December 2017, Villa Schindler/Telfs

 

Aus dem Booklet Text:

Drei Klarinettenquintette auf einer CD zu versammeln, ist für mich die Erfüllung eines lang gehegten Traumes. Die Verwirklichung war eine wunderschöne und spannende musikalische Herausforderung. Die Besetzung "Streichquartett mit Klarinette" ist eine der wunderbarsten Formen zu musizieren, da die Klarinette mit all ihren Farben und dynamischen Schattierungen voll zur Geltung kommt und mit dem warmen, flexiblen Streicherklang verschmilzt.
Zentrales Werk unserer Aufnahme ist das Mozart Quintett, dessen Herzstück - das Larghetto - Ernst Ludwig Leitner in seiner Komposition kunstvoll verwandelt. Max Reger wurde für sein Quintett ebenfalls von Mozart inspiriert wie sein 4. Satz, als Variationssatz komponiert, beweist. Die Herausforderung bestand für uns Interpreten primär darin, die eigene Klangsprache jedes einzelnen Quintetts zu suchen und zu entdecken. Jedes Werk beinhaltet für sich ein eigenes Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten und klanglichen Schattierungen. Kräftige, starke Farben und Momente intensiver Stille sind  aber allen dreien gemeinsam. So beschreibt für mich der Satz aus der Rezension zu Regers Quintett am besten die Stimmung, die sich über alle drei Klarinettenquintette legt: “Über dem elegischen Werk ruht es wie der tiefe, heilige Friede eines milden Herbstabends, den die letzten Strahlen der sinkenden Sonne in ein leuchtendes Gold kleiden.”  (Stuttgarter Neues Tagblatt, November 1916)
 
Coverphoto: Jutta Panke, http://seelenstrahlen.com/

Aufnahmeleitung, Schnitt, Mastering: Dipl. Ing. Dr. Peter Schmidt, Michael Wacht

Das Klarinettenquintett "Metarmophosen über Themen von W. A. Mozart" des öberösterreichischen Komponisten Ernst Ludwig Leitner wurde in Anwesenheit des Komponisten aufgenommen.

CD-Rezension Dr. Peter Kislinger Ö1-Sendung "Des Cis" vom 30.11.2017:

Kaum eine Größe der Klarinettenzunft hat es sich nehmen lassen, sich mit diesem Juwel nicht nur dieser Gattung auf Schellack, Vinyl, Audiocassette oder CD zu verewigen. Warum schon wieder Mozarts Klarinettenquintett?

Schon nach wenigen Takten ist die Antwort parat: Der am Mozarteum Salzburg und an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien ausgebildete Simon Reitmaier und das Auner Quartett nehmen zunächst mit zu Herzen gehend phrasierten Kantilenen ein und überzeugen bei genauerem Hinhören mit tatsächlich Takt für Takt durchgearbeitetem Musizieren. Dynamik, Tempi, Ensemblespiel wie solistische Leistungen lassen keinen Wunsch offen. Den Rezensentenbaustein "kaum-einen-Wunsch-offen" musste ich mir nicht extra verkneifen.

Das Quintett ist nun mal, wie Reitmaier sagt, "eine der schönsten Freundesgaben der Musikgeschichte", also lässt es sich nicht vermeiden, die Leistung des Klarinettisten zu erwähnen. Sein Spiel ist nie auftrumpfend, seine Tongebung in allen Lagen voll, rund, warm und, wenn nötig, schlicht. Sofort aufhorchen lassen auch gemeinsam mit der 1. Violine (Daniel Auner) feinst gestaltete Dialoge.

Der CD-Rat wäre nicht ohne Hinweis auf die kluge Werkkombination komplett. Nach dem Mozartquintett sollte man sich die "Metamorphosen nach Motiven von W. A. Mozart" von Ernst Ludwig Leitner nicht entgehen lassen und vielleicht zuerst daraus den 3. Satz hören, dann, wie in Konzerten der fünf Musiker erprobt, nach einer Pause das 1915/16 entstandene Quintett von Max Reger.

http://oe1.orf.at/programm/20171130/495046

CD-Rezension Tiroler Tagezeitung, 2.12.2017 (Ursula Strohal)

"Der Traum von Mozartzauber und Herbstfarben"

Telfs – „Im Atem der Zeit“ hieß die erste CD von Simon Reitmaier mit Klarinetten-Sololiteratur. Nun hat das österreichische Label Gramola auf das Tiroler Talent zugegriffen und ebenso auf seine Partnerschaft mit dem jungen Auner Quartett. Die entstandene CD vereint Mozarts zauberhaftes Klarinettenquintett mit den ebenso besetzten Werken von Max Reger und dem oberösterreichischen Komponisten Ernst Ludwig Leitner.

„Die Erfüllung eines lang gehegten Traumes“, schreibt Reitmaier im Booklet, und so klingt diese Einspielung. Sein lyrischer, leicht elegischer, dabei gewandter Klarinettenton dient nie der Selbstdarstellung, sondern allein dem Ausdruck und zeigt sich darin sehr flexibel. Die perlenden Nuancen und Melodieschönheiten Mozarts, die nicht nur rhythmischen Pointen Leitners und das spätromantisch herbstliche Ausufern des langen Reger-Stücks, all die Schatten und Farben sind vernetzt mit den Stimmen des Streichquartetts, in die sich die ebenfalls in gedeckter Stimmung sich bewegende Klarinette oft gleichrangig einfügt. Die sehr differenzierten, vorzüglichen Auner-Streicher nehmen die Bläserstimme liebevoll auf.

http://www.tt.com/kultur/musik/13735786-91/der-traum-von-mozartzauber-und-herbstfarben.csp

CD-Rezension Drehpunktkultur, 16.01.2018 (Horst Reischenböck):

http://www.drehpunktkultur.at/index.php/musik/cd-kritiken/11614-um-mozart

CD-Rezension Klassik.com, 10.04.2018 (Lorenz Adamer):

Himmlische Klarinette und wolkiger Streicherklang

https://magazin.klassik.com/reviews/reviews.cfm?TASK=REVIEW&RECID=33263&REID=17623

CD-Rezension Pizzicato, 05.03.2018 (Uwe Krusch):

Inspirator und Inspirierte

https://www.pizzicato.lu/inspirator-und-inspirierte/

CD-Rezension "Die Presse", 13.06.2018 (Dr.Wilhelm Simkovicz):

Hinreißend: Simon Reitmaier und das WIener Auner Quartett

https://diepresse.com/home/kultur/klassik/klassikneuheit/5446349/Klarinettenquintett_MozartRegerLeitner